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Mutter-Kind-Pass Untersuchung Augenarzt 1080

Vorsorge

Da die Entwicklung der Sehbahnen im Gehirn während der ersten Lebensjahre geprägt wird, kommt der Früherkennung von angeborenen Augenerkrankungen eine essenzielle Bedeutung zu. Je früher eine Störung auftritt, desto folgenschwerer ist sie für die Sehentwicklung eines Kindes.

Augenerkrankungen, die genetisch bedingt sind, lassen sich in zwei Gruppen einteilen:

  • In Erkrankungen, bei denen ausschließlich das Auge betroffen ist (z.B. Grauer Star, Iriserkrankungen, Netzhautpigmentstörungen, Hornhauterkrankungen) – und solche,
  • bei denen die Augenveränderung Teilsymptom einer Multisystem-Krankheit ist (z.B. Stoffwechselerkrankungen, Infektionen, Syndrome mit Beteiligung anderer Organe).

Die genetische Abklärung kann Eltern eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Familienplanung bieten.

Bei Frühgeborenen ist die Entwicklung der Augen – insbesondere der Netzhautgefäße am Augenhintergrund – noch nicht abgeschlossen. Durch die allgemeine Unreife auch anderer Orange und Organfunktionen ist es möglich, dass die natürliche Ausreifung der Netzhautgefäße gestört wird. Es kann zur unkontrollierten Gefäßwucherung im Inneren des Auges mit Netzhautablösung (Frühgeborenen-Retinopathie) kommen.

Bei den betroffenen Kindern besteht darüber hinaus ein erhöhtes Risiko einer späteren Netzhauterkrankung, eines Grauen Stars (Katarakt) oder eines erhöhten Augendrucks. Auch wenn keine Frühgeborenen-Retinopathie aufgetreten ist, kommen eine verzögerte Sehentwicklung, Schielen und Kurzsichtigkeit häufiger vor als bei reifen Neugeborenen. Daher sind während der ersten Lebensjahre regelmäßige Kontrollen der Augen sehr wichtig.

Die Mutter-Kind-Pass-Augenuntersuchung (MKPU) gliedert sich in zwei Einzeluntersuchungen:

  1. MKPU zwischen dem 10. und 14. Lebensmonat
  2. MKPU zwischen dem 22. und 26. Lebensmonat

Ziel dieser Untersuchungen ist die Früherkennung von Augenerkrankungen, die zu schweren irreparablen Sehstörungen führen können.

Diese ist bei Neugeborenen, Kindern im ersten sowie zweiten Lebensjahr und bei Kindern im Vorschulalter empfehlenswert.

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